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Type: Testbericht
Description: Amiga Times Ausgabe 3
Date: 06.04.2008 - 19:17 - Views 1858
Category: Testberichte - Spiele
Pinball Brain Damage
 
Es ist immer schwer, eine Einleitung für einen Test zufinden, wirklich! Deshalb werde ich mal etwas anders anfangen.

Es gibt bestimmt nicht viele unter Euch, die schon wirklich mal einige Zeit an einem richtigen Flipperautomaten verbracht haben, somit sind ja Sprüche wie:"...wie bei einem Spielhallenflipper..." oder "... schlechtere Grafiken als die Automaten" echt sinnlos. Und ich verstehe nicht, warum Magazine dies immer wieder bringen? Kaum jemand hat Zeit und Geld, um mal intensiv an den Automaten zu zocken! Also bleibt uns ja nichts anderes übrig, und so kaufen wir jedes Flipper Game, was für den AMIGA erscheint, um auch mal dieses Gefühl eines Flippers (ob das überhaupt so gut rüberkommt?) zuerleben, von denen die (Zeitungs-) Magazine so berichten.

Und genau dieses Denken, "lässt es zu", daß immer mehr Firmen versuchen ein Flipperspiel zuentwicklen, welches besser ist als alle anderen (wie immer!) und welches dieses Spielhallengefühl am besten rüberbringt! Nun ja... es ist auch viel Schrott dabei rausgekommen, wenn ich nur an "Pinball Mania" denke.. oh Gott! Der einzige Flipper, der meinesachtens sehr gut war, ist "Slam Tilt" und nicht wegen diesem schXXß Gefühl, sondern weil mir die Grafiken sehr gut gefallen haben und weil es einige Zwischenspiele (wie z.B.: Autofahren, bzw. ausweichen von Gegenständen) hatte und dadruch viel Abwechslung bot. Aber die Firmen probieren es weiterhin und auch (jetzt komme ich zum richtigen Test!!!) APC&TCP versucht jetzt, den ultimativen Flipper zu bringen. Ob "pinball Brain Damage" eine Chance hat und ob es den Kauf wert ist... erfahrt Ihr jetzt!

"Pinball Brain Damage" gibt es als CD oder als Disk Version, obwohl ich die CD vorziehe (keine Installation nötig!). Nach dem Start liest man ein tolles "Only for the Amiga", was vielleicht einwenig Hoffnung machen soll. Nach dem obligatorschen Intro (Wer hat es gemacht u.a.) kommt man ins Hauptmenü, welches im SuperHi-Res Format erstrahlt (Achtung: Flimmert beim TV). Hat man alles so eingstellt wie man es will, kann es losgehen. Zur Wahl stehen sagenhafte -->2<-- Tische, den "Hypervoluten" und der "Magnetic Whirlpool". Ich beginne mit dem "Hypervoluten", dieser ist der einfachere der beiden. Nicht lange dauert es und ein Punktestand von knapp 160 Millionen schmückt die Highscore. Dieser Tisch macht einfach Spaß, so leicht wie er vielleicht scheinen mag, so fesselt er auch. Tja... mit der zunehmenden Zahl von Flipperspielen, hat sich auch die Fantasie der Programmierer erhöht, denn Du mußt doch wirklich noch Aufgaben - so nebenbei - lösen! Dein Auto aufzurüsten, oder den Führerschein machen sind nur 2 von 6 Aufgaben, die man zulösen hat. So komisch wie es klingen mag, aber sein Auto aufzurüsten, wenn man die nötige Punktzahl hat, macht doch tatsächlich Spaß. Leider haben die Wörter "Flipper" und Sucht" sehr viel gemeinsam, so daß ich nach 1 Stunde diesen Tisch abgebrochen habe und den "Magnetic Whirlpool" testete.

Der "Magnetic Whirlpool" ist der schwerere der beiden Flipper und mehr für die Profis gedacht. Auch hier hat man ein paar Aufgaben zulösen, unter anderem soll man dem "Molecule Mixmaster" entkommen.

Leider gibt es keinen mittleren Tisch für Erfahrene, nur einen für Anfänger und einen für die Profi`s. Positiverweise gibt es (nur) bei der CD Version noch einen Editor, bei dem man seinen eigenen Tisch entwerfen kann, was einerseits lange beschäftigt uns andererseits über die magere Auswahl von vorgegebenen Tischen (2) hinweg hilft. Außerdem ist es mal was Neues und wie oft hätte man an einigen Tischen etwas geändert...hier kann man einen eigenen bauen, was sehr motivationsfördernd ist!

Die Musik bei "Pinball Brain Damage" hebt sich kaum von anderen ab. Sie ist schlicht und nervt nicht, so daß man beruhig spielen kann. Abstellbar ist sie auch noch... was will man mehr?

Das Gameplay ist wie bei allen Flippern, gesteuert wird entweder über die beiden "Alt" Tasten oder über die "Shift" Tasten, gestartet wird mit "Enter". Da bei solchen Spielen kaum mehr Tasten zum Einsatz kommen, habe ich nur die Intensität der Tasten (reagieren sie schnell oder kann man noch nenn` Kaffee trinken, da die Kugel sowieso schon weg ist?!) bewertet! Die Tasten reagieren sehr gut, so daß man die Kugel immer unter Kontrolle hat und sie selten ist "Aus" rollt.

Die Grafik erstrahlt in 256 Farben, aber die Tische sind nicht so daß der Anblick einen umhauen würde. Ansonstn sind die Grafiken (Hauptmenü, Optionen) recht gut und werden im SuperHi-Res Format dargestellt. Die Tische dagegen werden im Hi-Res Format dargestellt, bei dem kein Flimmern vorhanden ist.

Leider gibt es keine richtigen Screenmode-Unterstützung, so daß VGA Monitor Besitzer nichts von diesem Spiel haben werden, es sei denn sie besitzen einen TV mit Scart Anschluß. Eine Mehrfach-Screenmode-Unterstützung (ich glaube, ich habe ein neues Wort kreiert!) sollte langsam bei jedem Spiel da sein.


Fazit:

"Pinball Brain Damage" kann mit SlamTilt nicht ganz mithalten, nimmt aber einen guten Platz bei den Amiga Flippern ein. Allen Fans des Genres ist das Game zuempfehlen, alle anderen sollten erstmal das Demo testen!

- Gut -

"Pinball Brain Damage" gibt es für knapp 70,- DM beim Händler.


Amiga Times Wertung:

Grafik: 86%
Sound: 80%
Gameplay: 93%
Motivation: 89%
Gesamt: 86%
 
  
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Spiele Updates&Patches:  Pinball Brain Damage Reset Datei
Article
 Interview:  APC&TCP (Amiga Future 19)
 Interview:  APC&TCP (No Risc No Fun vom 3.2.2001)
 Interview:  Andreas Magerl (No Risc No Fun vom 7.9.2000)
 Testbericht:  Pinball Brain Damage (Amiga Aktuell Ausgabe 1/98)
 Testbericht:  Pinball Brain Damage (Amiga Future 11)
Links
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