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Type: Testbericht
Description: Amiga Aktuell Ausgabe 12/99
Date: 06.04.2008 - 18:06 - Views 795
Category: Testberichte - Hardware
Silversurfer
 
Hardwaretest: A1200-Schnittstellenkarte Silversurfer (von Ingo Schmitz)

Jeder, der ein Modem an der internen seriellen Schnittstelle des Amiga betreibt, kennt das Problem sicherlich: Durch den sehr knapp bemessenen FIFO der Schnittstelle wird die CPU des Amiga derart hoch belastet, dass es whrend des Internet-Surfens durchaus fter zu Aussetzern kommt. Wenn man dann auch noch AGA-User ist ( wie ich ), dann bricht die Systemleistung gnadenlos zusammen. Auch die Multitaskting-Fhigkeit des Amiga leidet da sehr drunter.

Abhilfe schafft da eine Schnittstellenkarte. Diese haben auf dem Amiga eigentlich eine sehr lange Tradition, allerdings konnten sich diese auch wegen relativ hoher Preise nie so richtig durchsetzen. Jetzt gibt es den Silversurfer von Individual Computers, der mit DM 60 ,- bisher die gnstigste serielle Lsung fr den Amiga ist. Deshalb mu man aber in Sachen Leistung keien Abstriche machen, der Silversurfer untersttzt Datenraten bis 460800 bps bei geringer CPU-Belastung. Installiert wird dieser auf dem Uhrenport des 1200er, dem des Buddha-Gold und mit einer entsprechenden Erweiterung sogar im 600er. Die Installation ist als recht einfach zu bezeichnen, sie wird fr gebte Amiga-User keine Probleme darstellen und auch Anfngern drfte diese nicht alzu schwerfallen. In Desktop-1200er mu nicht einmal das groe "Schutzblech" entfernt, es gengt wenn das kleine entfernt wird. Wie der Silversurfer nachher sitzen mu, wird mit einem gestochen scharfen Farbfoto illustriert ( groes Lob an Individual Computers !). Durch die geringe Gre des Silversurfers (wie ein 5 DM-Stck !) kommt es zu keinen Platzproblemen. Wenn man einen Uhrenport- Doubler besitzt kann auch mehrere Silversurfer in einem Rechner betreiben. Die Installation der Software ist auch einfach. Einfach von der mitgelieferten Diskette booten oder mit einem File-Manager wie DOpus das silversurfer.device auf Festplatte kopieren.

Ich habe das Gert in einem A1200 mit Blizzard 603e (040/PPC) mit einem SupraExpress 336 V+ Modem getestet. Als Software benutze ich Miami 3.2 und AWeb 3.3 SE. Wenn man in Miami das Device eingetragen hat, kann man schon loslegen. Der Datentransfer liegt meistens bei ca. 3200 - 3500 bps bei geringer CPU-Belastung, das Arbeiten auf der Workbench ist problemlos in ansprechender Geschwindigkeit mglich, im Gegensatz zum originalen serial.device. Mit dem Silversurfer ist es endlich auch nun mglich ISDN- Gerte in voller Geschwindigkeit zu nutzen.

Als Fazit kann man sagen, dass der Silversurfer ein unaufflliges Stck Hardware zu einem geflligen Preis ist. Er funktioniert perfekt und es kommt (bis jetzt zumindest) zu keinerlei Inkompatiblitten, sowohl hardware- als auch softwaremig. Es gibt kaum Nachteile, hchstens dass das mitgelieferte Kabel fr Tower-Besitzer etwas kurz ist und dass das mitgelieferte silversurfer.device nicht mit dem 68000 kompatibel ist, was fr 600er-Besitzer recht rgerlich ist. Aber auf der Homepage von Individual Computers ist eine 68000-Version erschienen.

Wer also eine einzelne, schnelle, serielle Schnittstelle zu einem konkurrenzlosen Preis sucht, der kann mit dem Silversurfer gar nicht besser beraten sein!

Ingo Schmitz
 
  
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