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Artikeltyp: Testbericht
Beschreibung: Amiga Aktuell Ausgabe 3/98
Datum: 06.04.2008 - 17:10 - Aufrufe 1810
Kategorie: Testberichte - Spiele
MegaBlast
 
Kommerzielle Spiele, die auf einer einzigen Diskette daherkommen, gab es in den letzten Jahren eher selten. Bei dem neuesten Produkt aus dem Hause APC& TCP ist dies der Fall. MegaBlast ist ein Low-Cost-Bomberman-Clone. Ist dieses Spiel seinen geringen Preis von ca. 30 DM wert? Dieser Test wird es zeigen.

Eine gedruckte Anleitung sucht man (wie in der heutigen AMIGA-Spiele-Zeit leider zu oft) vergeblich, statt dessen befindet sich auf der Diskette eine recht schlechte Amiga-Guide-Anleitung. Das Spiel kommt auch nur in einer CD-Hülle daher (irgendwie irreführend für ein Disketten-Spiel). Startet man das Spiel, fällt der erste Blick auf das Titelbild, auf dem am unteren Rand "Copyright 1995"(!!!) steht. Nun hat man drei Auswahlmöglichkeiten: Start, Options und Quit. Da wir das Spiel nicht gleich wieder verlassen wollen, gehen wir also zuerst ins Optionsmenü. Hier kann man die Spieleranzahl verändern. Im Gegensatz zum Text auf der Verpackung und in der Anleitung kann man das Spiel auch allein spielen - gegen 1-5 Computergegner. Hat man ein paar Freunde, die mitspielen wollen, kann man auch mit insgesamt 2-6 menschlichen Gegnern spielen. Für das Spiel zu sechst benötigt man jedoch einen Joystick-Adapter (eine Bauanleitung befindet sich in der Anleitung). Die weiteren Menüpunkte im Optionsmenü sind die Einstellung der Rundenzahl, die zum Sieg benötigt wird, die Regelung der Musik-Lautstärke und die Auswahl der Kontrolle der einzelnen Spieler (also Joystick, Keyboard oder Computergegner). Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es also nicht. Verschiedene Spielmodi hätten sicher nicht geschadet... Hier müssen noch einige Worte zur schlechten Anleitung ("Wür wünschen Dir viel Spaß") gesagt werden. Im Gegensatz zum dortigen Text kann nämlich nicht zwischen verschiedenen Spielarten gewählt werden, wenn das Spiel allein gespielt wird. Einen Modus, in dem man Diamanten einsammeln muß, habe ich zumindest vergeblich gesucht.
Startet man das Spiel nun endlich, gilt es die 1-5 Gegner wegzubomben, um die Runde für sich zu entscheiden. Da sich die Spieler nur durch die Farbe der Mützen unterscheiden, muß man sich gerade im Spiel gegen 5 Computergegner beeilen, um seine Spielfigur überhaupt zu erkennen. Es kann schon mal passieren, daß man tot ist, bevor man überhaupt weiß, wer man ist bzw. war. Für die Zerstörung der Wände, der Gegner und der anderen Monster stehen 2 verschiedene Bombentypen zur Verfügung. Bomben, die dort liegenbleiben, wo man sie hinlegt und Bomben, die man über alle Wände hinweg in eine Richtung werfen kann, wo sie dann nach einiger Zeit des Fluges explodieren. Die Arbeit wird den Spielern dabei von einigen Bonusgegenständen, die unter zerstörten Mauern hervorkommen, erleichtert bzw. erschwert.
Hierzu gehören solche, die die Anzahl der gleichzeitig verwendbaren Bomben steigern und Gegenstände, die die Reichweite der Bombenexplosionen erhöhen. Weiterhin findet man Fragezeichen, die (wie kann es anders sein) einige Überraschungen hervorrufen. So wird das Spielfeld schon mal um 180 Grad gedreht, oder die Spielfiguren werden für eine bestimmte Zeit unsichtbar.

Das Spiel ist zwar nicht wirklich langweilig, aber vom Sitz reißt es auch nicht. Vor allem mit mehreren Spielern kann MegaBlast (wie nahezu jeder Bomberman-Clone) Spaß machen. Angesichts des brillianten, in diesem Monat im Aminet als Freeware veröffentlichten Blitzbombers kann das Fazit dieses Tests nur heißen: Spart die 30 DM und spielt Blitzbombers. Nur Hardcore- Fans des Spielprinzips und Sammler von Bomberman-Clones sollten angesichts des nicht sehr hohen Preises zuschlagen.

Besonders gelungen ist der Werbetext, der sich auf der Verpackung des Spiels befindet (Text in Klammern - Kommentar von mir): Deine Aufgabe besteht darin (Komma vergessen) alles zu vernichten (noch ein Komma vergessen) was Dir in den Weg kommt (Komma vergessen) außer den Diamanten (welche Diamanten ) (ach ja - Komma vergessen) welche verteckt (soso!) in der Gegend liegen. Dabei ist es Dir überlassen (jaja, ich bin pingelig, aber hier fehlt nunmal ein Komma) ob Du als einsamer Gegner gegen den Computer kämpfst (Ratet mal !!!) oder aber gegen 6 menschliche Gestalten. (menschliche Gestalten ) Es wird nicht lange dauern und das Spiel wird Dich selber so fesseln (na ja) und faszinieren (soso), das (wird mit "ß" geschrieben) Du es garnicht ("gar nicht" wird gar nicht zusammengeschrieben) merken wirst wie die Zeit vergeht (abgesehen davon, daß das Spiel wahrscheinlich niemanden so faszinieren wird, daß er die Zeit vergißt, müssen wir wohl den Umgang mit den verschiedenen Zeitformen auch noch üben). Wunderschöne Grafik (wo?) und interessante Effekte (wann?) werden Dich bis zum bitteren Ende begleiten.
Jaja, es mag so aussehen, als sei ich ein etwas pingeliger Mensch, aber diesen schlechten Text kann man doch so nicht auf eine Verpackung drucken. 6 Kommafehler, 2 Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler, und ein inhaltlicher Fehler (wo sind die Diamanten?) hätten nicht mal für ein "ausreichend" in einem Diktat gereicht. Also macht es bitte beim nächsten Mal besser, APC&TCP.

Name: MegaBlast
Hersteller: APC & TCP
Dorfstr. 17
83236 Übersee
Tel.: 08642/899953
E-Mail: ANDREAS@HIGHVOLT.gun.de
Preis: 29.95 DM
Datenträger: 1 Diskette
Genre: Geschicklichkeit
Spieler: 1-6
Sprache: englisch
Anleitung: deutsch + englisch
System: 1 MB RAM
Fazit: mittelmäßiger Bomberman-Clone
mit einigen Schwächen und
sehr geringer Optionsfülle.
Wertung:
Grafik: 5/10
Sound: 4/10
Handhabung: 5/10
Spielspaß: 5/10
GESAMT: 49 %
 
  
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Artikel
 Interview:  APC&TCP (Amiga Future 19)
 Interview:  APC&TCP (No Risc No Fun vom 3.2.2001)
 Interview:  Andreas Magerl (No Risc No Fun vom 7.9.2000)
 Testbericht:  Mega Blast (Amiga Games Guide)
 Testbericht:  MegaBlast (Amiga Future 12)
 Testbericht:  Megablast (Amiga Times Ausgabe 4)
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