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Amiga Future Forum Index -> Knowledge Base  »  Deutsche Artikel  »  Testberichte  »  Testberichte - Spiele [Printable version]
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Type: Testbericht
Description: No Risc No Fun vom 3.5.2001
Date: 01.04.2008 - 18:11 - Views 3151
Category: Testberichte - Spiele
Shogo
 
Ende ´99

Eigentlich wollten die Jungs von Hyperion Entertainment ja schon zur HEW `99 in Köln die fertigen Versionen von Shogo und Heretic II herausbringen. Dieser kurze Zeitraum war jedoch viel zu optimistisch, denn auch ein Port eines solchen Projektes nimmt einiges an Zeit in Anspruch. Nach nunmehr 1 1/2 Jahren hat es Shogo nun endlich in die Vollen geschafft, und ist seit Montag auch für den AMIGA erhältlich. Ich habe mir zwar die faktisch fast fertige Beta sehr genau angeschaut, doch einen Blick auf die Vollversion lasse ich mir nicht nehmen.

Der erste Eindruck

Shogo kommt, wie schon Heretic II, insgesamt Semi-Proffessionell daher. In guter alter Manier wird man als erstes von einer hübsch gestalteten Pappe Schachtel empfangen. Diese ist wirklich tadellos, bloß leider wird der AMIGA in keinster Weise darauf erwähnt !! Nur klein unten in den Copyrights... Die Anforderungen sind nur für Linux und Mac erwähnt und das AMIGA Zeichen würde mit einem kleinen Aufkleber über das Mac Zeichen geklebt. Ich denke nicht, das es so das Problem gewesen wäre, die AMIGA Anforderungen auch noch mit reinzuquetschen, eine kleinere Schrift hätte es schon getan. Nachdem ich mich nun ins Packungsinnere vorgearbeitet habe, fällt mir leider wieder sofort auf das die CD lediglich in einer Papierhülle daher kommt. Die CD ist gepresst und mit einem Graustufen Logo bedruckt. Neben der CD befindet sich natürlich noch ein Booklet in der Hülle, welches 20 Seiten stark ist und auch in Graustufen gedruckt wurde. Der Text ist sowohl in deutsch als auch in englisch verfügbar und bietet sehr detailierte Infos über alle Charaktere, Waffen und Vehikel. Das Layout ist zwar nicht immer 100%ig logisch, aber sehr übersichtlich. Neben den trockenen Daten findet man natürlich auch die komplexe Story in dem kleinen, feinen Handbüchlein.

Hintergrund

Ich habe die Story zwar nun schon zweimal heruntergekaut, werde sie aber trotzdem nochmal erzählen . Cronus war bisher ein unbekannter Planet, der eher als unbewohnbar und unangenehm galt. Vor kurzer Zeit wurde dort eine beachtliche Menge an Kato, einem sehr wertvollen Rohstoff, entdeckt. Mit diesem Rohstoff wurden interstellare Reisen erst richtig ermöglicht, und momentan ist Cronus der einzige Planet auf dem Kato vorzufinden ist. Nachdem sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer verbreitete began natürlich eine Hatz auf diesen Planeten und alle erdenklichen Gruppierungen wollten das Kato für sich gewinnen. Unter diesen sind auch "The Fallen", unter der Führung von Gabriel. Bei "The Fallen" handelt es sich um eine fanatische Terrorgruppe, die die gesamten Kato Vorräte für sich beanspruchen. Wir schlüpfen nun in die Rolle des UCA Kommandanten Sanjuro Makabe, und haben die Aufgabe diesen Gabriel aufzuspüren und unschädlich zu machen. Die UCA wurde einst von drei Großkonzernen gegründet und bildet nun eine eigenständige militärische Organisation. Das war nur ein kurzer Abriß der Geschichte, und sowohl in der Anleitung als auch auf der Website findet ihr massig Vorgeschichte und Hintergrundinformationen. Anzumerken gilt noch, das bei Shogo vieles nicht so ist, wie es zuerst erscheint. Das Geschehen ändert sich immer je nach unseren Aktionen und oftmals werden wir stark überrascht.

Auf die Platte !

Ist die Shogo CD dann erstmal im Laufwerk, sehen wir das sie mit 261 MB und 6 Audiotracks gefüllt ist. Neben dem Spiel befinden sich noch Goodies, wie AHI und Warp3D auf der CD. Nach der Installation, die einige Zeit beansprucht, befindet sich nun ein knapp 400 MB großes Shogo Verzeichnis auf der Festplatte. Nun noch schnell zur Schublade durchgeklickt und die Hatz kann beginnen. Shogo verfügt über ein übersichtliches GUI, mit dem es ein leichtes ist das Spiel zu konfigurieren. Schon bei der Installation kann man eine für sein System geeignete Konfiguration mitinstallieren. Nachdem man alle Einstellungen getätigt hat, heißt es "Launch Shogo" !!! Direkt nach dem Start kommen die kleinen Logo Animationen der Firmen, welche wirklich beeindruckend sind ! Danach bekommt man durch eine Art Credit Intro einen kleinen Vorgeschmack vom Spiel. Die Videos sind alle relativ stark komprimiert, aber es ist noch erträglich.

Spielspaß

Spielerisch hat Shogo echt massig was zu bieten. Gleich am Anfang geht es richtig los, und man kann gleich mal den MCA ausprobieren. Bei den MCA´s (Mobile Combat Armor) handelt es sich um riesige Kampfroboter, durch die die Gegner zu kleinen Ameisten werden Bei Shogo geht es relativ gemischt zu, und man hat seine Missionen mal zu Fuß und mal im Kampfroboter zu erledigen. Von diesen MCA`s stehen vier verschiedene zur Auswahl, die alle unterschiedlich Stärken aufweisen. Die Level von Shogo weisen wirklich ein hervorragendes Design auf, und auch die Aufgaben sind breit gefächert. Auch kämpft man nicht immer alleine und hat oftmals einige Kumpanen an seiner Seite. Auch wenn man mal alleine unterwegs ist, hält man immer über Funk Kontakt zu diversen vertrauten Personen. Auch Waffentechnisch hat Shogo einiges vorzuweisen, denn zu Fuß und im Mech hat man zwei komplett verschiedene Arsenale. Es gibt massig verschiedene Waffen, die mit Zoom oder einfach nur mit roher Durchschlagskraft daher kommen. Auch einige sehr innovative Granatensysteme gilt es zu entdecken.

Speeeed ?!

Was, ihr wollt wissen was man so an Geschwindigkeit erwarten kann ? Naja Shogo läuft selbst mit dem guten alten Permedia2 recht flüssig. Auf meinem 604@233 mit CVPPC und 128MB Ram kann ich Shogo auch in 800x600 noch gut spielen. Ihr solltet auf jeden Fall mal die Texturen in 16 Bit antesten, da es bei mir um einiges flüssiger läuft als mit 8 Bit Texturen.

Wunderbar

Die Grafik von Shogo weiß vollends zu überzeugen. Die Grafiker haben hervorragende Arbeit geleistet und die Texturen passen optimal zusammen. Die Modelle sind wirklich gut gelungen und auch gut animiert. Besonders hervorstechend sind die riesigen Außenwelten von Shogo, wobei die Canyons wirklich hübsch anzusehen sind. Da hier die Lith Tech Engine aus dem Hause Monolith zum Zuge kommt, darf man sich auch auf überragende Lichteffekte freuen. Natürlich gibt es auch Partikel und Transparenz Effekte, so das man auch feinen Rauch und Explosionen geboten bekommt. Alles in Allem mal wieder was fürs Auge.

Ohrenschmaus ?!

Die Ohren essen mit ? Na an dem Satz ist sicher was falsch, aber sicher ist, das Shogo auch für die Ohren da ist. Die Soundeffekte sind echt Klasse und schon alleine der Startsound des GUIs begeistert mich. . Die Effekte kommen sehr gut rübe und wirken äußerst realistisch. Neben den vielen und guten Effekten wartet Shogo noch mit außergewöhnlich viel Sprachausgabe auf und auch diese weißt keinerlei Mängel auf. Eine Klasse für sich ist dann der CD Sound, da er wirklich alles andere als konventionell ist. Da es sich bei Shogo um ein Anime Shooter handelt, sind auch hier Japano Style Musiken vertreten die alle Elektro mäßig sind. Die CD lege ich auch gerne mal einfach so in den CD Player ein.

Fordernd ?

Um Shogo zu spielen, braucht man einen AMIGA mit mindestens 160 mhz PowerPC. Dieser muß unter WarpOS 4+ laufen und 64 MB Ram aufgesteckt haben. Für den Hardware Renderer braucht man Warp3D und eine kompatible Grafikkarte. Ein 6x CD Rom sollte schon seinen Dienst im AMIGA verrichten und 350 MB auf eine Festplatte installieren. Um auch in höheren Auflösungen eine akzeptable Geschwindigkeit zu erreichen sollte man schon über einen 604 verfügen oder eine schnelle 3D Karte besitzen.

Fazit

Shogo ist ohne Frage ein Highlight am Spiele Himmel. Storytechnisch kommt so schnell kein anderer Ego Shooter mit, da diese einen wirklich nichtmehr losläßt. Auch auf technischer Seite kann Shogo eigentlich nur Pluspunkte sammeln und ist ein kompletter Hochgenuß. Klar könnte es noch einen Tick besser laufen, aber daran ist dann der Permedia II Schuld. Ich würde jedem, der es noch nicht getan hat, anraten meinen Beta Test zu lesen, da ich da an einigen Stellen (an anderen als hier) näher ins Detail gehe. Link gibt es weiter unten.


Shogo MAD
NRNF Review
Multiplayer: ja
Spieler: nahezu unendlich
Datenträger: 1 CD
Sprache: Englisch/Deutsch
Grafik: sehr gut
Musik/SFX: sehr gut
Spielspaß: sehr gut
Entwickler: Monolith
Port: Hyperion Entertainment
Vertrieb: Titan Computer
Intern: Erstes Preview
Beta Preview
Genre: Ego Shooter
Preis: 99 DM
Gesamteindruck: fesselnd
 
  
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