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Amiga Future Forum Index -> Knowledge Base  »  Deutsche Artikel  »  Testberichte  »  Testberichte - Spiele [Printable version]
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Type: Testbericht
Description: Amiga Games Guide
Date: 11.05.2008 - 14:12 - Views 1070
Category: Testberichte - Spiele
Capital Punishment
 
Welcher Spiele-Fan hat nicht schon von diesem Spiel gehört ?!
In allen Spiele-Zeitschriften wurde es mit Vorschuß-Lorbeeren
überhäuft:

Amiga Games: "Das beste Amiga-Kampfspiel aller Zeiten !"
Amiga Joker: "Sieg durch technischen K.O. ! Der Konkurrenz
um Jahre voraus !"
Amiga Computing: "Einfach unglaublich ! Eines der besten Spiele
überhaupt !"
Amiga Action: "Capital Punishment ist eines der stärksten Spiele
für den Amiga !"
Amiga Format: "Für die Grafiken gibt es nur ein passendes Wort:
SUPERB !"


So hatte ich dieses Spiel also vor ca. 3 Monaten direkt beim
Hersteller vorbestellt.
Verantwortlich für dieses Spiel zeichnen sich clickBOOM und
PXLcomputers aus Toronto (Kanada )

All denen die wider Erwarten noch nichts von diesem Spiel ge-
hört haben, sei erklärt, daß es sich um ein Beat´m´Up á la
Fightin´ Spirit oder Super Streetfighter handelt.

Vorbehalten bleibt das Spiel dem Amiga 1200 und dem Amiga 4000 -
eine Festplatte ist ein absolutes Muß (wer mittlerweile immer
noch keine hat, dem ist sowieso nicht mehr zu helfen ).
Als Arbeitsspeicher wird ein Minimum von 2 MB gefordert.


Geliefert wird das sieben Disketten umfassende Spiel in einem
stabilen Karton. Die Disketten sind zudem extra luftgepolstert
aufgebahrt, sodaß sie beim Transport nicht zu Schaden kommen.
Im Inneren des Kartons befinden sich dann noch lediglich die
Anleitung, eine Codekarte, sowie eine Registrierungskarte.
Die Anleitung ist in deutsch und in englisch übersetzt.
Diese hat allerdings nicht die Form eines normalen Handbuches,
sondern ist auf der Rückseite eines Posters aufgedruckt.
Zumindest ist sie vom Inhalt her ausreichend verständlich.
Auch die Übersetzung ins Deutsche ist gut geglückt.
Das allerdings mit keinem Wort auf die Möglichkeiten der
Steuerung der verschiedenen Charaktere bzw. deren Schlag-
repertoir eingegangen wird, ist mir völlig unverständlich.
So bleibt einem also im Endeffekt anderes übrig, als sich
das Ganze in kleinen Trainingskämpfen selbst anzueignen.


Getestet wurde das Spiel auf einem Amiga 1200, OS 3.0,
68030/50 Mhz., 10 MB Ram, Festplatte.

Die Dateien auf den Disketten sind allesamt lha-gepackt.
So weist auch ein kleiner, unscheinbarer Aufkleber darauf
hin, daß es zwingend erforderlich ist, die Datei LHA.KEY,
welche sich auf der Diskette 1 befindet, in das L-Verzeich-
nis der Start-Partition zu kopieren.
Als Begründung dazu wird angegeben, daß der Installations-
vorgang und das damit verbundene Entpacken der Archive,
nur mit einer registrierten Version von LHA fehlerfrei
durchgeführt werden kann.
Und da ich dieses bei meinem ersten Versuch übersehen
hatte, kann ich dieses also nur bestätigen


Die Installation geht dann aber bequem und schnell mit dem
auf der Diskette befindlichen Installationsskript von-
statten. Auf der Festplatte nimmt das Spiel dann auch
satte 14,45 MB Speicherplatz ein.
Während der Installation hat man noch die Wahl, ob man
eine Kindersicherung mit integrieren will. So werden wahl-
weise dann die Gewaltszenen, Blutspritzer, sowie eine halb-
nackte Kämpferin deaktiviert.
Ob das nun eine wirksame Maßnahme im Sinne des Jugend-
schutzes darstellt, sei einmal dahingestellt.
Weiterhin hat man die Möglichkeit, sich eine Boot-Diskette
anfertigen zu lassen und auszuwählen, ob man die Bild-
schirmtexte in deutscher oder englischer Sprache sehen
möchte.


In der Anleitung wird nun zwar erwähnt, daß das Spiel bei
einem freiem ChipRam von 2 MB auch von der Workbench aus
starten kann, aber auch nachdem ich mein ChipRam auf satte
1,96 MB hochgeschraubt hatte, wollte mir dieses nicht glücken.

So blieb mir also die Wahl, das Spiel über die Boot-Dis-
kette zu starten oder mein System ohne Startup-Sequenz zu
booten und dann über das DOS zu starten.
Die bequemste Alternative bietet dabei die Boot-Diskette.


Die Geschichte des Spieles ist dann auch schnell erzählt.
Man übernimmt den Part des letzten von vier großen Kriegern,
der sich auf den Weg macht, um Qwesul, den Herrn der
Finsternis, zu besiegen.
Da man auch seine drei befreundeten Krieger aus der Gewalt
Qwesuls zu befreien versucht, begibt man sich nun in das Ab-
wassersystem unter seiner Festung, wo sich einem zahlreiche
Wachen entgegenstellen. Dort stellen sich sogar die eigenen
Freunde entgegen, die mittlerweile unter der geistigen
Kontrolle Qwesuls stehen.
So machne wir uns also auf, Qwesul zu finden und zu
besiegen, um den Bann, der auf den Freunden lastet, zu
brechen.


So kann das Spiel also beginnen.

Allen voran folgt eine Sicherheitsabfrage, zu der man
seine Code-Karte zur Hand nehmen sollte.
Auf dieser Code-Karte muß man nun das auf dem Bildschirm
abgebildete Bild aus den 30 abgedruckten Bildchen heraus-
suchen und die darunter befindliche 4-stellige Zahlen-
kombination eingeben.

Ein Intro sollte man darauf folgend allerdings nicht erwarten !


Der zuerst erscheinende Optionsbildschirm, bietet nun die
Möglichkeit, die Art der Steuerung auszuwählen: Joystick,
Joypad oder die Tastatur.
Bis zu vier Spieler können teilnehmen.
Weiterhin bestimmt man die Art des Spieles - so stehen
einem ein Turnier-, Liga- und ein Schlachtmodus zur Ver-
fügung oder man entschließt sich einfach allein gegen
den Computer oder im Team gegen den Computer anzutreten.

Im nächsten Optionsbildschirm bestimmt man dann den
Schwierigkeitsgrad, die Sound-Begleitung, die Hintergründe
und noch so einiges mehr.
Hervorstechend ist dabei zum einen die Möglichkeit, die
Genauigkeit der Treffer und auch andere Verhaltens-
weisen der Gegner festzulegen, so zum Beispiel,
den Gegner bei einer eigenen Besinnungslosigkeit nicht
mehr angreifen zu lassen.
Es ist also eine sehr große Optionsvielfalt vorhanden,
auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.


Anschließende wählt man dann noch einen von vier Kriegern
aus.
Dabei handelt es sich um Wakantanka, Sarmon, Corbon Wedge
und Demona.
Demona fällt dabei besonders ins Auge - die Wahl der Kleidung
ist dabei besonders zu beachten und vor den Blicken von
Kindern unter 10 Jahren besonders zu schützen

Was einem nun für die Augen und Ohren geboten wird, sucht
dann aber wirklich nach Vergleichbarem.
Die Figuren sind bis in jede Einzelheit animiert, die Hinter-
gründe sind ebenfalls animiert und entsprechend der Spiel-
atmosphäre 2gezeichnet.
Besonders bemerkenswert ist dabei die Tatsache, daß die
Kämpfer, der Realität entsprechend, durch ausgeleuchtete und
auch weniger ausgeleuchtet Bereiche, wie z.B. Schatten
hindurchgehen und dabei nicht immer gleich deutlich zu er-
kennen sind.


Man sollte vorher dringend die Möglichkeit in Anspruch
nehmen, sich mit den Schlagmöglichkeiten seines Kämpfers
vertraut zu machen. Dieses läßt sich dabei am einfachsten
verwirklichen, indem man alleine mit zwei Spielern zugleich
spielt, und so einer ungewollten Konfrontation aus dem Wege
geht.

Ohne Training wird man ansonsten schnell der Kampfkraft seiner
Gegner erlegen sein.

Hat man sich aber erst einmal eingespielt, ist die Spielbar-
keit ohne jeglichen Tadel. Zahlreiche Schlagmöglichkeiten
sind vorhanden.
Auf Special-Moves á la Fightin´ Spirit wurden allerdings
verzichtet, dann man das Spiel so realitätsbezogen wie nur
eben möglich gestalten wollte - diesen Grund nennen zumindest
die Programmierer.
Zu vermissen war diese Art der Bewegungen allerdings sowieso
nicht.


Begleitet wird das Spiel von zahlreichen Fallen, die schnell
und unweigerlich zum Tode führen können.
Blut fließt während des Kampfes gleich literweise.

Die Sound-FX, bzw. die wahlweise Hintergrundmusik sind eben-
falls sehr gut gelungen.


Fazit:

Ich persönlich kenne nur wenige Spiele, die auf einem
technisch so hohen Level anzusiedeln sind.
Als einzig Negatives wäre die Qualität der Anleitung zu
nennen. Dieses Manko wird jedoch locker durch die sehr
gute Spielbarkeit wett gemacht.

CAPITAL PUNISHMENT ist jedem ans Herz zu legen - auch dem-
jenigen, der Prügelspielen bislang nichts abgewinnen konnte.

Ich kann mich also den Meinungen der diversen Amiga-Zeit-
schriften nur anschließen: Ein absoluter Mega-Hit !


Zusammenfassung: Titel: Capital Punishment
Hersteller: clickBOOM / PXLcomputers
Umfang: 7 Disketten
System: Amiga 1200/4000, 2 MB Ram
Festplatte erforderlich,
FastRam wird unterstützt
Spieler: 1 - 4
Sprache: deutsch/englisch
Anleitung: deutsch/englisch

Grafik: sehr gut
Sound(-FX): sehr gut
Spielbarkeit: sehr gut
Motivation: sehr gut
Anleitung: verbesserungswürdig

Gesamt: sehr gut


Urteil: Ein absolutes Muß !!



Rainer Lübkemeier
 
  
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Spiele Updates&Patches:  Capital Punishment Update
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 Testbericht:  Capital Punishment (Amiga Games Guide)
 Testbericht:  Capital Punishment (Von mombasajoe)
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