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Type: Testbericht
Description: Amiga Aktuell Ausgabe 12/99
Date: 06.04.2008 - 18:06 - Views 248
Category: Testberichte - Hardware
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| Silversurfer
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Hardwaretest: A1200-Schnittstellenkarte Silversurfer (von Ingo Schmitz)
»Jeder, der ein Modem an der internen seriellen Schnittstelle des Amiga betreibt, kennt das Problem sicherlich: Durch den sehr knapp bemessenen FIFO der Schnittstelle wird die CPU des Amiga derart hoch belastet, dass es während des Internet-Surfens durchaus öfter zu Aussetzern kommt. Wenn man dann auch noch AGA-User ist ( wie ich ), dann bricht die Systemleistung gnadenlos zusammen. Auch die Multitaskting-Fähigkeit des Amiga leidet da sehr drunter.
Abhilfe schafft da eine Schnittstellenkarte. Diese haben auf dem Amiga eigentlich eine sehr lange Tradition, allerdings konnten sich diese auch wegen relativ hoher Preise nie so richtig durchsetzen. Jetzt gibt es den Silversurfer von Individual Computers, der mit DM 60 ,- bisher die günstigste serielle Lösung für den Amiga ist. Deshalb muß man aber in Sachen Leistung keien Abstriche machen, der Silversurfer unterstützt Datenraten bis 460800 bps bei geringer CPU-Belastung. Installiert wird dieser auf dem Uhrenport des 1200er, dem des Buddha-Gold und mit einer entsprechenden Erweiterung sogar im 600er. Die Installation ist als recht einfach zu bezeichnen, sie wird für geübte Amiga-User keine Probleme darstellen und auch Anfängern dürfte diese nicht alzu schwerfallen. In Desktop-1200er muß nicht einmal das große "Schutzblech" entfernt, es genügt wenn das kleine entfernt wird. Wie der Silversurfer nachher sitzen muß, wird mit einem gestochen scharfen Farbfoto illustriert ( großes Lob an Individual Computers !). Durch die geringe Größe des Silversurfers (wie ein 5 DM-Stück !) kommt es zu keinen Platzproblemen. Wenn man einen Uhrenport- Doubler besitzt kann auch mehrere Silversurfer in einem Rechner betreiben. Die Installation der Software ist auch einfach. Einfach von der mitgelieferten Diskette booten oder mit einem File-Manager wie DOpus das silversurfer.device auf Festplatte kopieren.
Ich habe das Gerät in einem A1200 mit Blizzard 603e (040/PPC) mit einem SupraExpress 336 V+ Modem getestet. Als Software benutze ich Miami 3.2 und AWeb 3.3 SE. Wenn man in Miami das Device eingetragen hat, kann man schon loslegen. Der Datentransfer liegt meistens bei ca. 3200 - 3500 bps bei geringer CPU-Belastung, das Arbeiten auf der Workbench ist problemlos in ansprechender Geschwindigkeit möglich, im Gegensatz zum originalen serial.device. Mit dem Silversurfer ist es endlich auch nun möglich ISDN- Geräte in voller Geschwindigkeit zu nutzen.
Als Fazit kann man sagen, dass der Silversurfer ein unauffälliges Stück Hardware zu einem gefälligen Preis ist. Er funktioniert perfekt und es kommt (bis jetzt zumindest) zu keinerlei Inkompatiblitäten, sowohl hardware- als auch softwaremäßig. Es gibt kaum Nachteile, höchstens dass das mitgelieferte Kabel für Tower-Besitzer etwas kurz ist und dass das mitgelieferte silversurfer.device nicht mit dem 68000 kompatibel ist, was für 600er-Besitzer recht ärgerlich ist. Aber auf der Homepage von Individual Computers ist eine 68000-Version erschienen.
Wer also eine einzelne, schnelle, serielle Schnittstelle zu einem konkurrenzlosen Preis sucht, der kann mit dem Silversurfer gar nicht besser beraten sein!
Ingo Schmitz |
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